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Ein Traum in weiss
Eine Vision, eine Idee, hervorragende Planung, gesunde Finanzen, ausgezeichnete Fachleute, gutes Material und vor Allem viel Arbeit.
Nun stand sie da, traumhaft schön, elegant und reizvoll. Nein, sie war keine Frau, sondern eine wunderschöne Hochseejacht, die Independence 2.

Zwei fleissige Unternehmer
Im Jahre 1996 reisten die beiden Tauchlehrer Markus Ebert und Frank Jahrsdörfer nach El Quseir um eine Tauchbasis zu eröffnen. Leider wurde nichts aus dem Vorhaben, deshalb führte ihre Reise weiter nach Sharm el Sheik, wo sie erneut versuchten, ihre Pläne zu realisieren. Von vielen Hochs, - und auch Tiefschlägen begleitet, sammelten die Beiden die Erfahrung und das nötige Wissen und gründeten schliesslich ihr eigenes Unternehmen Action Sport . Sie begannen mit dem Bau eines ersten Schiffes, der Independence 1 und führen mit Tauchgästen Safaris zu den begehrtesten Tauchplätzen im nördlichen Roten Meer. Da die Nachfrage der Gäste für Safaris in den Süden immer grösser wurde, entschlossen sich die Beiden, ihre zweite Tourenjacht zu Bauen. Beiden Schiffe wurden von Grund aus von den zwei fleissigen Unternehmern selbst geplant und entwickelt, lediglich die Rumpfkonstruktion konnte von einem bereits bestehenden Schiff übernommen werden.

Zuerst war ein Stück Holz
Anfang April 2006 wurde auf einer traditionellen ägyptischen Schiffswerft in El Tour, ca. 120 km von Sharm el Sheik, an der Einmündung zum Suezkanal, mit dem Bau der Independence 2 ( INDI 2) begonnen. Als Erstes wurde ein Skelett aus Spanten erstellt und mit U – Stahlträgern verstärkt. Für den Schiffbau wurde vorwiegend Abura - Holz verwendet. Abura ist eine Art Laubbaum und wird aus verschiedenen Nordafrikanischen Ländern importiert. Die Böden des Schiffes wurden ausschliesslich aus Teak – Holz gefertigt. Mitte Mai war das entstehende Schiff bereits bis zur Plattform erstellt. Vier grosse Schotts, zur grösstmöglichen Sicherheit waren errichtet worden und die Trennwände der Kabinen wurden ebenfalls eingebaut.

Ein grosses Schiff entstand
Ende Mai war es so weit, dass die riesigen Dieseltanks mit einem gesamten Fassungsvermögen von 20'000 Litern eingebaut werden konnten. Bereits wurde ein Container voller Technik aus Deutschland erwartet. Er enthielt die Motoren, die Generatoren, die gesamte Kücheneinrichtung, die Fenster und vieles mehr. Es wurde beim Bau des Schiffes grossen Wert auf gutes und strapazierfähiges Material gelegt.
In der ersten Juni - Woche hatte der Bau schon gewaltige Dimensionen angenommen. Steuer, - und Backbordseiten, sowie der Boden des Mitteldecks waren geschlossen und weitere Wände für Kabinen und Bäder wurden errichtet.

Das Mitteldeck wurde fertig
Es war Mitte Juni und mit dem Aufbau des Mitteldecks konnte begonnen werden. ebenfalls wurden Küche und Salon in Angriff genommen und Frank, einer der Eigner und zugleich der Elektriker, war mit dem verkabeln des Schiffes schon bald fertig. Noch während dem Innenbau, wurde an den Mitteldeckbauten einige Veränderungen vorgenommen, so dass das Schiff noch mehr an Grösse und Komfort gewinnen konnte. es war Anfang Juli und der Bau war gut vorangeschritten. Das Mitteldeck stand komplett und so wurde das Oberdeck in Bearbeitung genommen.

Schützende Aussenhülle
Bereits Ende Juli war auch das Oberdeck mit dem Führerstand, der Kapitänskabine, der Kabine des Diveguides, der Massageraum und der Aussenbereich der Bar fertig erstellt worden.
Es war die erste Augustwoche und Zeit, an der INDI 2 die Aussenseiten zu bearbeiten. Diese wurden sorgfältig verklebt und mit einer weiteren Schicht aus Holz versehen.

Der Erste Anstrich
Ab Mitte August wurden nun alle Bäder und Kabinen zu geräumigen und praktischen Räumen fertig erstellt. das Sonnendeck und der Aufenthaltsraum bekamen allmählich die zugeordnete Gestaltung und die Vorbereitungen für die elektrischen Installationen und Anlagen waren beendet. am Rumpf wurde in Zwischenzeit mit dem Auftragen der Endholzschicht begonnen und anschliessend mit einem Spezialkleber wasserdicht versiegelt. Ende des Monats waren auch die Rumpfseiten fertig und der Erste Farbanstrich konnte aufgetragen werden. Ebenfalls wurden die Edelstahl – Abwassertanks gesetzt, alle Fenster vermessen, zugeschnitten und vor Ort zu Verbundglas gebrannt.

Whirlpool und Sonnendeck
Es war gerade September geworden. Der Maschinenraum war fertig gebaut und in den folgenden Wochen wurden die leistungsstarken Dieselmotoren in den gewaltigen Schiffsleib einmontiert. Die Vorbereitungen für den Whirlpool auf Deck waren soweit vorgeschritten, dass das setzen der Wanne in Angriff genommen werden konnte. Bereits Mitte des Monats waren alle Böden in den Kabinen fertig und der Teakholzboden auf dem Sonnedeck musste nur noch verfugt werden. Unter dem Schiff wurde eifrig am Stuhl gearbeitet, auf dem die Jacht zum Wasser transportiert wurde.

Restaurant und Bar fertig gestellt
28. Oktober 2006. Es wurde in Zwischenzeit viel erledigt und die Independence 2 stand kurz vor ihrer Vollendung. Die Maschinen waren eingebaut, alle Holzarbeiten in den Kabinen waren abgeschlossen und die Bar sowie das Restaurant erhielten ihre letzten Verfeinerungen. Eine spontane Änderung wurde vorgenommen. Das geplante Stoffdach am Sonnendeck wurde umfunktioniert. Somit konnte nun den Gästen noch mehr Sonnenfläche zum relaxen angeboten werden. Mit der Fertigstellung des Führerstandes und der Bestückung der Bordinstrumente kam der Schiffbau Mitte November in die Abschlussphase.

Der Stapellauf
Am 30. November 2006 war endlich der grosse Tag gekommen.
Die Independence 2 durfte zum Ersten mal das Wasser des roten Meeres berühren.
Alle wichtigen Teile am Schiff wurden gesichert, die Stahlseile gefettet und die Seilwinde wurde für ihren harten Einsatz auf Vordermann gebracht.
Nun begann der feierlich Akt!
Nach alter ägyptischer Überlieferung und Sitte wurde zu diesem denkwürdigen Anlass ein Schaf geschlachtet. In dessen Blut getauchte Hände wurden am Rumpf des Schiffes angedrückt und hinterliessen deren Abdrücke. Diese sollten für die Zukunft die bösen Geister und neidischen Blicke fernhalten und für die INDI 2 auf ihrer Fahrt zu hoher See Glück bringen. Behutsam begannen die Zahnräder der Winde zu drehen das Stahlseil war zum bersten gespannt und leise sang der Wind darin sein Lied. Das Holz des Stuhles ächzte unter dem riesigen Gewicht des Schiffes. Der Bootsrumpf näherte sich dem Wasserspiegel, das Tempo wurde schneller und schneller, die Gischt der vom Schub entstehenden Welle am Heck des Schiffes spritzte auf und ................sie schwamm, sie schwamm!
Möge immer eine Handbreite Wasser unter ihrem Kiel sein!

Eine wahre Schönheit
Langsam verringerte sich das gleiten des Schiffes und allmählich kam die INDI 2 zum Stillstand. Ein Helferschiff nahm die Jungfräuliche Jacht ins Schlepptau und führte sie an ihren Ankerplatz. Hier wurde die Lady zur perfekten Vollendung gebracht. Die Kosten für das Schiff beliefen sich auf ca. 1’750'000.- Euro. Für ihren Bau wurde auf absolut beste Materialqualität geachtet und somit der Standard auf höchstes Niveau gesetzt. In unzähligen Arbeitsstunden fertigten 30 Personen im Zeitraum von knapp 13 Monaten das traumhaft schöne Schiff die Independence 2.
Am 22. März 2007, durfte sie zum Ersten mal mit Gästen auf hohe Fahrt auslaufen.

Technische Daten:

Maße

Länge 36 Meter, Breite 8 Meter
Kabinen
6 De Luxe-Doppelkabinen und 2 Suiten mit eigenem luxuriösem Bad und eigener separater Klimaanlage. Alle Kabinen sind mit einem Safe ausgestattet. In den Bädern liegt für sie ein Bademantel sowie auch ein Fön bereit.
Service
8 x Crew, 2 x Beiboot 4,8 m Zodiak mit 55 PS Außenborder, 2 Diveguides
Wasserversorgung
12.000 Liter plus 2 Entsalzungsanlagen (Seewasseraufbereitung)
Technik
2 x 1256 PS Deutz Marinemaschinen; Generatoren 2 x 70 KW / 220V Schallgedämpft
Tauchequipment
2 x elektr. Bauer Mariner Kompressor / 35 x 12 Liter Alu Flaschen mit DIN / INT Anschluss. Optional: 15 l Alu PTG
NITROX FOR FREE
Das Schiff hat eine fest installierte Membrananlage an Bord.
Sicherheit
GPS, elektronischer Plotter, Kompaß, Echo Sounder, Radar, VHF Radio, 2 x Rettungsinsel, Rettungswesten, Feuer Warn- und Löschanlage, Feuerlöscher in allen Kabinen und wichtigen Stellen, Sateliten Notsignal Boje, 2 x DAN-Koffer sowie 2 x 50 Liter Sauerstofflasche.
Es besteht die Möglichkeit vor Ort eine DekoKammerversicherung bei Deco-International gegen eine Gebühr von 6 EUR (gültig 3 Wochen) abzuschließen.
Ersatzteile und Leihausrüstung
Auf den Safarischiffen befindet sich in der Regel weder Leihausrüstungen noch Ersatzteile. Jeder Gast sollte daher die wichtigsten Ersatzteile für seinen Automaten und die Ausrüstung dabei haben. Gegen Voranmeldung können Ausrüstungsgegenstände, Tauchlampen und Computer ausgeliehen werden. Diese Gegenstände sind nicht versichert- daher haftet der Kunde im vollem Umfang bei Verlust und Beschädigung.
Sonderausstattung
vier Whirlpools ein Masseur
Fahrgebiet
Ägypten: Nordrouten, Südrouten, St.Johns, Marineparks (Brothers, Daedalus, Zabargad, Rockys)
Zahlungsmittel an Bord
Euro, Dollar, Ägyptische Pfund,
Es werden keine Kreditkarten akzeptiert