Neues vom Atlantik

Madeira, reizvolle Insel im Atlantik


Madeira, Caniço de Baixo 2008


Tauchen vor Madeira

Der Golfstrom ist zu vergleichen mit der Blutbahn in uns Menschen. Die mächtige Wasserströmung durchfliesst die Weltmeere und versorgt diese mit allem was zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichtes nötig ist. Somit findet man in diesen Strömungswassern auch die Spuren aus allen Ozeanen der Erde. Die Möglichkeit dieses Kunterbunt zu beobachten, besteht beim Tauchen vor den Küsten Madeiras.

Eine vulkanische Insel
Mitten im Atlantik, fast 900 km vom Mutterland Portugal entfernt, hebt sich die Insel Madeira aus dem tiefblauen Wasser des atlantischen Ozeans. Die Insel des ewigen Frühlings ist ein Naturphänomen sondergleichen. Auf diesem Eiland, mit seinem höchsten Berg von 1862m, dem Pico Ruvio, herrschen Vierjahreszeiten-Verhältnisse. So kann es am Berg sehr kalt und windig sein. An der Küste hingegen sommerlich warm und im Landesinnern der Insel gar subtropisch. Dies wiederum spiegelt sich in der üppigen Pflanzenwelt mit den über 700 Arten.

Spezielle Verhältnisse
Die Insel liegt genau an der Strömungsroute des Golfstromes und wird von diesem, mit seinem warmen Wasser umströmt. Diese besonderen Verhältnisse machen daher auch die Unterwasserwelt einzigartig. Uriges Lavagestein formt die spektakulären Gefilde auf dem Meeresgrund und bietet mit Grotten, Höhlen und Spalten der vielseitigen Tierwelt Lebensraum und Unterschlupf. Das von Plankton gesättigte Meerwasser sorgt für üppige Ansiedlungen unzähliger Wasserpflanzen, Schwämme und Algentierchen. Die so speziellen Verhältnisse sind massgebend für die überdimensionale Artenvielfalt an Lebewesen.

Überwältigende Artenvielfalt
In den Gewässern um Madeira kommen Wale, Delfine, Mantas, Schildkröten, Barakudas, Sepien und Kraken ebenso vor wie: Trompetenfische, Papageienfische, Stechrochen, Muränen, Aale und viele andere Fischarten. Eine überwältigende Vielzahl an niederen Tieren und Lebewesen wie: Krabben, Schnecken, Muscheln, Seescheiden und Anemonen fühlen sich an der zerklüfteten Küste heimisch. Wer Glück hat, kann sogar einer der seltenen Mantelrobben begegnen, welche an den vorgelagerten Felsmassiven ihre Kolonie haben. Welcher Taucher gerät bei einer solch interessanten Vielfalt nicht in Versuchung, dieses einzigartige Naturreservat zu erkunden.

Den Meeres - Nationalpark vor den Füssen
In Caniço de Baixo kann man als begeisterter Taucher diese vielseitige Unterwasserwelt auf engstem Raum bewundern. Hier befindet sich der Unterwasser - Naturschutzpark Madeiras. Lavafinger, Arena, Höhlentunnel, Garajan und Machio sind nur einige wenige Tauchspots, welche die Taucherherzen höher schlagen lassen. Gut geführte Hotels befinden sich in unmittelbarer Nähe zu diesem Unterwasserparadies. Das Felsenbad mit der bekanten Badebucht Galomar ist auch der Standort der Tauchbasis. Die Tauchbasis “Manta - Diving” befindet sich auf einem Felsplateau, direkt am Einstieg zum Lavafinger. Der Nationalpark ist gleichzeitig das Hausriff der Basis. Für Naturliebhaber, Viedeo, - und Fotografen, befindet sich hier ein wahres Eldorado für schönste Motive.

Eine Tauchbasis der Extraklasse
Nicht nur, dass man in Caniço de Baixo mit dem Lift zum Tauchen fährt ist der absolute Hammer, Nein die Tauchbasis vom Manta Diving ist wirklich lobenswert. Der Empfang ist herzlich und man fühlt sich gleich unter Freunden. Das Einchecken geht sachlich und speditiv und die Prüfung von Tauchprevets und Arztzeugnis wird sehr wichtig genommen. Ein aufschlussreicher Rundgang durch die Basis hat sehr beeindruckt. Neues Ausrüstungsmaterial, feinsäuberlich aufgehängt und gepflegt steht für die Gäste zur Vermietung bereit. Die saubere Werkstatt und der Kompressorenraum, das gepflegte Flaschendepot und der gut eingerichtete Theorieraum, vermitteln den Gästen Kompetenz und Sicherheit. Ein komplettes Notfallsystem, inklusive Sauerstoff und Beatmungsgerät, steht jederzeit zur Verfügung. Jedem Taucher seinen Platz, so macht der Aufenthalt auf der Basis Spass. Dafür wird bestens gesorgt, da jedem Tauchgast genügend Bügel zum trocknen der Anzüge zur Verfügung stehen. Ebenso kann das gesamte Tauchmaterial während des ganzen Tauchurlaubes auf der Basis belassen werden. Dazu stehen praktische Boxen zur Verfügung. Die Infrastruktur zum Duschen und spülen der Ausrüstung nach dem Tauchen ist bestens vorhanden. Alles in Allem kann sich hier jeder Taucher nur wohlfühlen, zumal die gesamte Anlage mit Warmwasserduschen, Toiletten, Swimmingpool, Sonneliegen und Strand - Restaurant des Hotel Galomar den Basisgästen ebenfalls zur Verfügung steht.

Eintauchen ins atlantische Reich Neptuns
Nach dem gründlichen Breafing von Reiner, dem Basisleiter, liessen wir uns am Lavafinger in den Atlantik sinken. An der Kante des langgestreckten Lavagestein-Massives suchten wir nach der Höhle von Esmeralda. Die Dame ist eine Muräne, welche schon seit vielen Jahren, als quasi das Haustier der Manta - Basis die Taucher begeistert. Wir liessen uns in die angehende Steilwand sinken und machten halt bei der ersten Keulen - Anemone, von den sieben vorkommenden Arten. Das hübsche Lebewesen hatte sein violettes Kleid ganz ausgebreitet und angelte mit den Tentakeln nach vorbeitreibender Nahrung. Gleich darüber hatten sich zwei Lanzen - Gespensterkrabben postiert. Sie nutzten geschickt den Schutz der nesselnden Anemone. Beachtliche Schwärme von Geissbrassen, Sattelfleckbrassen, Gelbstriemen und einzelnen neugierigen Schriftbarschen begleiteten uns auf dem Weg zum sandigen Grund. Hier beobachteten wir Hunderte von Röhrenaalen. Einige Flossenschläge weiter, äugte uns eine Weissaugenmuräne aus ihrem Unterschlupf, welchen sie mit einer Längsstreifengarnele teilte, entgegen. Wir bestaunten eine weitere Keulen - Anemone, dieses mal in zartem Grün. Dergleichen weitere trafen wir noch in braun,rosa, gelb und dunkelrot. An der äusseren Spitze des Lavafingers wurden wir von einem beachtlichen Zackenbarsch umkreist und ein lohnender Blick ins blaue Tiefenwasser bescherte uns die Begegnung mit einem Adlerrochen. Allmählich tauchten wir über die spaltige Felsformation in Richtung Einstieg, wobei uns Trompetenfische, Papageienfische und noch viel interessantes an Kleinlebewesen begegneten. Eine zarte Zylinderrose zum Abschluss, setzte dem erlebnisreichen Tauchgang die Krone auf.

Mehrere fantastische Spots in nächster Nähe
Weitere Tauchgänge zur Arena mit den grossen Fischschwärmen diverser Arten und des Tunnels mit seinem reizvollen Lichtspiel, oder zur naheliegenden Höhle, in welcher nicht selten die Begegnung mit einer der seltenen Mantelrobben möglich ist, sind die Highlights des fantastischen Hausriffes. Tauchspots wie: T - Riff oder Ponta de Garajau mit seinen grossen Zackenbarschen, erweitern das interessante Angebot an nahen Tauchplätzen vor Caniço de Baixo.

Auch das Festland hat seine Schönheiten
Die Insel bietet geradezu ein Feuerwerk an Naturschönheiten. Nicht zuletzt wird Madeira auch die Blumeninsel genannt. Wer sich ab und zu mal eine Tauchpause gönnen mag, sollte unbedingt einen Besuch in der Hauptstadt Funchal machen und dabei die Markthalle mit ihren Blumen, - und Früchteständen bewundern. Einen Ausflug in die nahe Gebirgswelt ist ebenso zu empfehlen. Die Insel ist steil und üppig bewachsen. Fast überall ist dementsprechend eine herrliche Aussicht auf den Atlantik möglich. Wandern ist auf Madeira geradezu ein Muss. Speziell zu empfehlen ist der Besuch einer der vielen grossen Gärten, wie zum Beispiel den Jardin do Monte Palace. Ein Zaubergarten aus einheimischen und tropischen Pflanzen, worin man sich kaum satt sehen kann. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit die Wahlfahrtskirche von Monte zu besuchen und wenn man schon auf dem Berg ist, darf eine unvergessliche Talfahrt mit dem inseltypischen Korbschlitten nicht fehlen. Nicht zu vergessen sind die kulinarischen Genüsse Madeiras. Das Naschen der vielen köstlichen Früchte, oder das Geniessen eines schmackhaften Espetada, einem Spiess mit gegrilltem Rindfleisch ist ebenso lecker, wie dem zuvor gereichten Fischgericht von Espada, einem in 400 Meter Tiefe gefangenen aalartigen Fisch, zubereitet an einer Bananenrahmsauce. Alles zusammen wird mit Bolo da Caco, einem Fladenbrot mit Knoblauch und Kräutern genossen. Selbstverständlich gehört dazu ein gehaltvoller, portugiesischer Wein und zum Dessert ein Gläschen Madeira. Noch so vieles ist auf dieser schönen Insel zu entdecken und die Urlaubstage sind dazu viel zu kurz. So ist es verständlich, dass viele Madeira-Besucher wiederkehren werden.

www.mantadiving.com
www.galoresort.com

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Hervorragende Tauchbasis

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Schönste Begegnungen unter Wasser

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