Faszination Schnorcheln
Tauchen oder Schnorcheln ?
Gerade in der heutigen Zeit, wird es immer prekärer, mit dem Tauchgepäck am Flughafen. Es werden zum Teil horrende Preise für Sport,- und Übergepäck verlangt. Diese Missstände können dem Tauchurlauber die Freude am Tauchen arg verderben.
Tauchen oder Schnorcheln?
Wir hatten eine Reise zur griechischen Insel Korfu gebucht und uns überlegt, ob wir in unserem Urlaub auch tauchen möchten. Bekanntlich ist die Unterwasserwelt Griechenlands leider eher etwas karg. Also wollten wir dem Mehraufwand durch das Mitnehmen von Tauchgepäck nicht auf uns nehmen und zogen es vor, diesmal im Urlaub einfach zu Schnorcheln.
Richtiger Entscheid
So landeten wir schliesslich, im Reisegepäck die ABC Ausrüstung und eine kleine Canon Kompaktkamera im Unterwassergehäuse, auf der Insel Korfu. Beim Anblick der schönen Insel während dem Landeanflug, mit ihren reizvollen Felsküsten und dem tiefblauen Wasser, waren wir uns nun doch nicht so sicher, ob wir richtig entschieden hatten.
Auf schnellstem Weg ins Wasser
Wir hatten in Roda, im Norden der Insel, unser Hotel gebucht, und begannen mit unserem Mietwagen das Eiland kreuz und quer zu durchforschen. Das blaue, glasklare Wasser verlockte uns dazu, schnellstens ins Wasser zu kommen. Es war wirklich so, wie wir es erwartet hatten. Der Fischbestand präsentierte uns eher minimal, doch was uns hier das griechische Mittelmeer an topografischen Eindrücken offenbarte, war wirklich beeindruckend. Fantastische Felsformationen luden dazu ein, durch Spalten zu schwimmen und unter den vielen Überhängen näher hinzuschauen.
Überraschende Kleintierwelt
Tatsächlich lohnte es sich die Suche auf die Tierwelt der kleinsten Meeresbewohner zu konzentrieren. Auf den, von verschiedenen Algenarten bewachsenen Felsbrocken entdeckten wir hübsche Grundeln, welche mit Ihrem roten, gelben oder grauen Fischleib lebende Farbtupfer ins Riff zauberten und hektisch, in dem von den Wellen bewegten Wasser, nach vorbei treibender Nahrung jagten. Scheue Krabben hielten sich mit Ihren krallenden Beinen in der Spritzwasserzone auf und lugten neugierig aus ihren Verstecken. Je weiter wir den Felsformationen folgten, umso mehr Lebewesen konnten wir ausmachen. Je länger sich unsere Augen an die so wirre Unterwasserwelt gewöhnten wurde das Entdecken der Tiere einfacher. So entdeckten wir auch kleine Drachenköpfe und Einsiedlerkrebse.
Auch grössere Meeresbewohner
Wir hatten nach einigen Tagen schliesslich unsere Lieblingsbucht entdeckt zu welcher wir fast täglich hinfuhren um zu Schnorcheln. Diese bot uns geradezu alle Varianten um den kleinen Kobolden im Wasser auf den Pelz zu rücken. Die rechte Seite war sehr felsig und bot geradezu Droppoff- Charakter. Die Bucht selber war über und über mit Eiergrossen Kieselsteinen belegt. Einige Meter weiter draussen ging der Untergrund in eine Sandfläche über, bis diese schliesslich in einer üppigen Posseidonia-Wiese endete. Die linke Seite der Bucht bestand aus ausgeschliffenen kunstvollen Gesteinsformationen, welche geradezu von einem Bildhauer geschaffen werden konnten.
In den wannenartigen Vertiefungen hatten sich immer wieder Tiere Schutz gesucht. So konnten wir uns sachte anpirschen und vorsichtig in die Löcher blicken. Da schau her, ein Oktopus hatte sich so eine Wanne zum Sonnenbaden ausgesucht. Immer wieder faszinierten die Purpurseesterne, welche den feinen Algenbewuchs am Stein abweideten. Weiter draussen, wo das Wasser tiefer wurde, zogen Schwärme von Gelbstriemen ihre Runden. Im Oberflächenwasser jagten Meeräschen und es war kaum zu glauben, ein einzelner Baracuda machte auch einen Abstecher in die Bucht. Gegen Abend, wenn die Sonne tiefer stand zog es auch Makrelen in die Bucht, welche in den Schwärmen von kleinen Sardellen Ihre Beute machten. Ja so hatten wir auch das Glück, doch noch grössere Tiere zu bestaunen. Wahrlich machten unser Schnorcheltouren echt Freude und wir genossen es, die mediterrane Unterwasserwelt mal ohne unsere Tauchgerätschaften zu erkunden.
Wenn Tauchen oder Schnorcheln, dann im Norden der Insel
Die Insel Korfu ist für den Unterwassersport vor allem im Norden sehr geeignet, da hier die Küste felsig ist. Je weiter man Richtung Süden fährt, dominieren die Sandstrände. Besonders angetan waren wir vom hübschen Ort Kassiopi, mit seinem kleinen Hafen. Unweit dieses Dorfes fanden wir schliesslich unsere Liebligsbucht. Ein ortsansässiger Fischer betreute den kleinen Strand und vermietete die Sonnenschirmen und Liegestühle. Er wusste immer viel zu berichten über vergangene Zeiten und das Leben der heutigen Korfioten. Gleich über der Bucht genossen wir jeweils auf der Terrasse der Taverne “ „ feine griechische Gerichte und Weine. Diese Taverne galt als eine der besten im Ort!
Intersannte Landschaft
Das Schnocheln hatte natürlich auch Vorteile. Es war weniger aufwändig als das Tauchen. So kam es dann auch, dass wir uns für die weiteren Schönheiten der Insel mehr zeit nehmen konnten. Die üppige Flora Korfus war es auf jeden Fall wert, deren Natur zu geniessen. Vögel Blumen und sogar endemische Pflanzen machten uns Freude unsere Tage mit Landausflügen zu verbringen. Nach den Tripp’s über die begrünten Hügel war es erholsam, jeweils ein kühlendes Bad im glasklaren Wasser zu geniessen. Zum krönenden Abschluss gehörte natürlich das Einkehren in eine der traditionellen Tavernen. Der Besuch der kleinen Dörfer im Inselinnern offenbarte uns die typisch griechische Lebensart. Die Hauptstadt Kekira mit ihren historischen Burgen, Palästen und altenb Häusern waren es uns wert, sogar zweimal hinzufahren. Die Stadt hat einen ganz besonderen Charme und die hunderten von kleinen Läden in den engen Gassen der Altstadt verführen zu Shoppen. Abends wenn die Nacht einbricht, ist das Geniessen des Sonnenunterganges, in einem den vielen Cafés am Hafen besonders schön. Die Stadt beginnt dann zu pulsieren und die Korfioten treffen sich in den Tavernen rund um die Piazza zum Plaudern bei einem kühlen Drink.
Tauchen auch reizvoll
Korfu, die nördlichste Insel Greichenlands, ist auf jeden Fall eine Reise wert und wer es mag, die Küsten tauchend zu erleben, findet mitten im Ort Kassiopi die Tauchbasis „ „ Wir liessen uns vom ansässigen Tauchbasenleiter belehren, dass die vielen Grotte, Cannyons und Höhlen absolut sehenswert seinen. Auch Stechrochen, Zackenbarsche und Baracudas, sowie ein bedeutendes Wrack gehören zu den taucherischen Highligths vor Korfu.
Also nichts wie hin!
Die gute Adresse:
www.trilogiacorfu.com
www.corfu-divers.com
Die Insellandschaft
Die Unterwasserwelt von Korfu